Mit der Zusammenführung der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek entsteht eine Bibliothek von europäischer Bedeutung. Um die Baumassen in den vorhandenen Grünbereich des ehemaligen Sportplatzes bestmöglich zu integrieren, ist der Lesesaal bereich unterirdisch zwischen zwei Riegeln angeordnet. Die Fassaden dieser zwei Gebäude sind mit Thüringer Travertin verkleidet. Unregelmäßige vertikale Nuten in den Natursteinplatten erinnern an Buchrücken in den Regalen traditioneller Bibliotheken oder Strichcodes als mediale Form der Informationsspeicherung. Gemeinsam mit den schmalen durch Silikon geschlossenen Fugen entsteht ein monolithisches Erscheinungsbild, das für eine konventionell konstruierte vorgehängte Fassade ungewöhnlich ist.