Die Stadt Rheda-Wiedenbrück liegt am Oberlauf der Ems. Das Stadtbild wird von feingliedrigen Fachwerkhäusern geprägt, die bis auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Den Architekten kam es deshalb im besonderen darauf an, das große Volumen des Bürgerhauses so zu gliedern, daß dieser Maßstab nicht gesprengt wurde. Statt eines einzelnen Großbauwerkes wurde die Baugruppe geplant, die viel eher Beziehung zur Umgebung aufnehmen und im Laufe der Jahre in das Stadtbild hineinwachsen konnte. Dieser Anspruch sollte jedoch nicht unter Verleugnung zeitgemäßer Bautechnik erreicht werden und auch nicht durch vordergründige Anpassung und mit Hilfe von Altstadtmotiven. Im Gegenteil sollten die Formen einen eigenständigen Charakter aufweisen, der neue Plätze und Straßen überhaupt erst entstehen läßt.