Typologie der Büroorganisationsformen

»Brauchen wir in zwanzig Jahren überhaupt noch Büroräume?« mag eine berechtigte Frage lauten, wenn man die Gruppe mit iPad und Latte Macchiato am Nachbartisch im engagierten Gespräch beobachtet. Das Büro ist dort, wo man arbeitet, und Orte zum Arbeiten gibt es in Hülle und Fülle. Immer häufiger ist auch für ernste Geschäftsgespräche der Ort zweitrangig und diese Tendenz wird sich, auch mit Hilfe neuer technischer Entwicklungen, weiter festigen. Und dennoch: Die Bedeutung des Bürogebäudes als solches wird kaum in den Hintergrund gedrängt werden. Die Arbeitswelt ist unser zweiter Lebensraum und neben der Wohnung unser wichtigster Aufenthaltsbereich. Da scheint auch die Idee vom »non-territorialen« Bürokonzept keine Wunderwaffe zu sein - nicht jeder ist zum Nomadendasein geboren. Die meisten von uns benötigen auch in ihrer Arbeitsumgebung eine gewisse Geborgenheit, einen festen Platz, an dem sie morgens die Arbeit vom Vortag vorfinden. Mit den Kollegen zur Besprechung ins Café? Gerne, aber nicht zwangsweise. Wie aber soll der ideale Büroraum aussehen? Je nach Betrachter unterscheiden sich die Vorstellungen hierzu durchaus.