Die grobmaschige Hülle aus aufgestellten Lochziegeln gibt sofort preis, dass die Ziegel hier keine tragende Funktion übernehmen. Ganz im Gegenteil wirken sie leicht und licht, lassen sogar die stählerne Tragstruktur des rund 24 m hohen Aufzugturms durchschimmern. Am Abend, wenn das Ziegelkleid von innen erleuchtet ist, zeigt sich das Lochmuster besonders deutlich. Tagsüber wirkt es eher geschlossen und stellt eine klare Referenz zu den am Ufer des Flusses Llobregat liegenden Industriebauten mit ihren roten Ziegelfassaden dar. Dort, in der Unterstadt, ist Gironella kontinuierlich gewachsen, während die historische Altstadt auf dem Berg zunehmend verwaist ist. Vom Flussufer aus war sie lediglich über eine steile, unwegsame Treppe zu erreichen. Der neue Lift verbindet nun den alten Ortskern, dessen Bauten teilweise bis ins Mittelalter zurückreichen, mit der baumreichen Uferpromenade der Neustadt. Der untere, von Bäumen beschattete Bereich besteht aus Glas. Erst über den Baumwipfeln ist die gläserne Kabine an drei Seiten durch die Ziegelhülle geschützt. Sie filtert das Sonnenlicht, lässt Luft durchströmen und spendet Schatten. Die Seite zur mittelalterlichen Stützmauer hin bleibt offen und erlaubt den uneingeschränkten Blick auf das teils aus blankem Fels, teils aus Natursteinmauerwerk bestehende rund 20 m hohe historische Bauwerk.