Ein Raum der Stille mitten im Wald erwartet die Gäste des Hotels "Das Kranzbach" nahe Garmisch-Partenkirchen. Vom Haupthaus führt ein schmaler Pfad auf die kleine Lichtung, in die der neue Meditationspavillon behutsam zwischen hohe Fichten gesetzt wurde. Der 18 × 8 m große, von einer facettierten Zeltdachfläche beschirmte Baukörper ist großflächig verglast. Nur nach Osten zeigt er sich mit einer geschlossenen Hülle aus diagonal ineinander gesteckten Tannenbrettern. An den beiden Längsseiten löst sich die hölzerne Schale sukzessive auf, während sie sich im Innenraum als raumbildende, fast skulpturale Holzstruktur fortsetzt: Hier wird sie zur teils durchlässigen, teils opaken Wandbekleidung und entwickelt sich unter der Dachfläche des Meditationsraums zu einem Baldachin, der eine schützende und warme Atmosphäre ausstrahlt. Die gestaffelte Holzstruktur fasst den Raum, der sich über die rahmenlosen Verglasungen zur Umgebung öffnet. Die gläserne Hülle ist als Witterungsschutz nötig, doch da das Glas kaum wahrnehmbar ist und der Waldboden bis an die Fassaden fließt, fühlen sich Besucher wie im Freien auf einer Plattform zwischen Bäumen.